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Guten Tag,
Mitte Juli ging ich ohne Beschwerden zum jährlichen Check. Mein Zahnarzt ließ 2 überkrone Backenähne im rechten Unterkiefer röntgen wegen einer Zahnfleischveränderung (Knochenschwund, Parondontis). Die Kronen sowie eine Brücke wurden entfernt, darunter hatte sich auch noch Karies gebildet. 2 Zähne wurden gezogen mit Komplikationen, da die Wurzelspitzen abbrachen. Lange Wundheilung.
Von hinten rechts gesehen habe ich jetzt unter einer provisorischen Brücke: 1. einen abgeschliffenenen, neu gefüllten Backenzahn, 2.eine alte Lücke, 3. ein abgeschliffener und neu sehr tief gefüllter Zahn, 4. eine neue Lücke, 5. ein abgeschliffener und neu gefüllter Zahn, 6. eine neue Lücke.
Nach mehreren Wochen starker andauernder Schmerzen nach dem SChleifen und Bohren, wurden 3 und 5 wurzelbehandelt.
Weiter hat sich der 1 (Backenzahn) als sehr problematisch erwiesen. Obwohl lt. meinem Zahnarzt die Füllungen nicht so tief waren, hatte ich trotz Betäubung (mehrfach) starke Schmerzen beim Schleifen etc.. Der Zahn konnte erst nach mehreren Anläufen und Wochen fertig geschliffen werden, auch unter Schmerzen obwohl soviel Betäubungsspritzen gesetzt wurden.
Die Schmerzen blieben, und hatten sich inzwischen auch auf die überkronten Backenzähne im rechten Oberkiefer ausgedehnt. Weitere Röntgenaufnahmen ergaben auch dort eine weit fortgeschrittene Parodontis. Da mein Zahnarzt die Kronen nicht abnehmen wollte ohne Abklärung, überwies er mich zum Oralchirurgen.
Auch der konnte nicht klären was die Ursache der Schmerzen war. Es könnte von den Taschen ausgehen, sowohl oben und unten oder von dem unteren Backenzahn oder unter den oberen Kronen...Auf jeden Fall müsse eine Parodontitis-Behandlung erfolgen.
Der Oralchirug schlug vor, die 7mm Tasche am unteren Backenzahn chirurgisch zu behandeln. Wenn die SChmerzen weggehen ist es gut, ansonsten müsse eine Wurzelbehandlung gemacht werden, die aber wahrscheinlich bei dem letzten Backenzahn nicht möglich sei (mein Zahnarzt hat dies bestätigt). Dann müsser der Zahn raus und die Brücke würde wesentlich kürzer ausfallen. Danach eine Parodontisis-Behandlung.
Ich suchte eine weitere Zahnärztin, Spezialistin für Parodontisis-Behandlung, auf und entschied mich zunächst für diese Behandlung, die nächste Woche beginnt.
NAchdem ich 1 1/2 Monate ständig Iboprofen 600 morgens und abends genommen hatte, wurde der Dauerschmerz langsam weniger. Jetzt komme ich ohne Schmerzmittel aus aber bei Reizen wie kalt, heiß, süß, geht der Schmerz wie eine Rakete los, selbst eine nicht angewärmte Zahnpasta bringt den Backenzahn zum Schmerzen und dann kommt meistens auch noch oben der Schmerz dazu.
Mein Zahnarzt will derzeit nichts machen und weiter abwarten.
Ein Langzeitprovisorium, was die Spezialistin für P. empfohlen hatte, lehnt mein Zahnarzt wegen der zusätzlichen Kosten ab. Er meint, das jetzige Provisorium sei ausreichend.
Ich möchte sicher sein, bevor die richtige Brücke gemacht wird, daß der letzte Backenzahn als Pfeiler geeignet ist, ebenfalls die sehr tief gefüllten anderen Zähne. Wird die Reizempfindlichkeit bei einer richtigen Brücke weggehen oder weniger?
Ich war nun bei 3 Zahnärzten und keiner ist sich sicher wodurch die Schmerzen kommen, Taschen oder Zahn? Da ich vorher überhaupt keine SChmerzen hatte durch die Taschen, meine ich es müsse der Zahn sein. Ist das richtig? Die Brücke würde mich ca. 2000 Euro Eigenanteil kosten und da sollte das Fundament doch solide sein. Gibt es noch andere Möglichkeiten wie dieses geklärt werden könnte?
Mit freundlichen Grüßen
Birgit P.
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Guten Tag Herr Wagner,
vielen Dank für die Antwort.
Inzwischen sind die noch verbliebenden sporadischen Reiz-Schmerzen im Backenzahn weiter zurückgegangen. Heute habe ich probeweise Gummibärchen auf dem Provisorium gekaut und der erwartete Schmerz blieb aus. Lediglich ein Druckgefühl stellte sich ein. Klopfen erzeugt auch nur noch im hinteren Bereich etwas Emfindlichkeit. Auf Kälte reagiert Der Zahn nach wie vor, aber nicht mehr "zum in die Luft gehen". Manchmal ziehen die Schmerzen dann kurz bis zum Ohr und auf die oberen Zähne. Dauert ca. 1 Minute und vergeht dann.
Kann es ein guten Zeichen sein, daß sich der Nerv nach Wochen/Monaten regeneriert oder stirbt er ab? Und wie kann ich bzw. ein Zahnarzt das feststellen?
Ich habe inzwischen richtig Angst vor einer weiteren Wurzelbehandlung, da dieser Zahn sich bisher nicht richtig betäuben ließ.
Mit den jetzigen ab und zu Reiz-Schmerzen kann ich leben und würde nun lieber erst mit der Parodontitisbehandlung beginnen, die leider auch ziemlich aufwendig sein wird.
Wäre dieser WEg falsch, muß erst das Problem Backenzahn geklärt werden?
Mit freundlichen Grüßen,
Birgit
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Hallo Birgit,
Ganz klar: bloß keine Wurzelbehandlung an einem Zahn, der sich von alleine wieder beruhigt. Selbst wenn der Zahnnerv am kaputtgehen sein sollte - was aber bitte noch zu beweisen ist - selbst dann mache ich nichts. Denn zu oft passieren bei Frauen (das ist nicht frauenfeindlich, was jetzt kommt) anschließend ungeklärte Schmerzphänomene, von denen man im Nachhinein nach 2 weiteren schiefgegangenen Wurzelbehandlungen im gleichen Mund dann schließen, dass es wohl nicht der Zahn schuld war.
Auf dem Gebiet bin ich Spezialist, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben könnten.
Viele Grüße
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