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Ziehen, oder nicht ziehen?






Hallo, Ihr. In meiner Verzweiflung bin ich nun hier gelandet. Anfang August war ich beim Zahnarzt, weil mein 37er, wurzelgefüllt, plötzlich beim Aufbeißen Probleme bereitete. Das Mädchen mit dem Zahnarzt-Schild auf dem Kittel meinte nur "da komme ich nicht dran, da kann ich nix machen, da muß eine WR gemacht werden". Ich also nichtsahnend einen Termin für den nächsten Montag gemacht zum "mal ansehen und dann Termin machen".
Als ich dort auf dem Stuhl saß, Röntgenbild vom gesamten Kiefer war bereits gemacht, kam der Herr Dr. rein und meinte, "ach, der hat ja nur eine Wurzel, das mach ich mal eben". Ende vom Lied war, dass er die Stelle nicht richtig betäubt bekam (normalerweise sollten ja Lippe und Zunge mit taub werden, ne?) und er anfing scheiden und zu fräsen. Zweimal hat er noch nachgespritz, die Hände haben mir gezittert wie blöde von der Spritze, zweimal hat er noch versucht, weiterzufräsen, dann meinte er... das das zu stark entzündet wäre (Schmerzen hatte ich nicht, ich hab den Zahn nur beim Beißen gemerkt) und wir das Ganze am Donnerstag unter Vollnarkose machen würden.
Da ich vor einer Vollnarkose richtig Panik habe, habe ich, nachdem ich mit einer befreundeten Zahnarzthelferin telefoniert hatte und diese mir einen Dr. empfohlen hatte, der auf Endodontie spezialisiert sein soll, am nächsten Tag den Zahnarzt gewechselt.
Der Dr. hat mir dann die Füllung entfernt (mit Mikroskop und so), ein Medikament reingepackt und dann hatte ich für eine Woche Ruhe.
Zu der Hochzeit am Samstag danach bin ich natürlich mit geschwollenem Gesicht gegangen...
Nach der Woche wurde das Medikament gewechselt und seitdem ist der Zahn wieder aufbeiß-spürbar, so wie vor der versuchten WR. Letzte Woche wurde das Medikament nochmals getauscht, weil ich auch Schmerzen bekam. Aber die Probleme. Mal mehr, mal weniger stark, blieben.
Seit gestern habe ich Schmerzen. Die Wange war auch ganz heiß, ich wäre ich bald die Wände hochgegangen.
Zum Notdienst wollte ich nicht (Die Zahnklinik in Witten hat mir schon einen Zahn versaubeutelt) und so habe ich den Tag mit Paracetamol gut hinter mich gebracht, heute ging es wieder einigermaßen.
Ich habe nun Sorge, dass die Entzündung zum Herz oder so weiterwandert und überlege, ob ich den Zahn nicht lieber ziehen lassen sollte...?
Mein Immunsystem ist zu sehr beschäftigt, meine Schilddrüse zu zerschießen (Hashimoto Thyreoiditis), da kommte es gegen eine entzündete Wurzel nicht an.
Ich habe übrigens von keinem Zahnarzt bisher ein Antibiotikum bekommen.
Was meint ihr?
Ich hab echt die Faxen dicke!!!
Sorry für den vielen Text, ich hoffe, es antwortet trotzdem jemand.
Wencke
Forum -> Angst vor einer bestimmten Behandlung


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