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Geplanter Knochenaufbau und Setzten von Implantaten







Hallo,

ich hoffe, dass auch jemand diesen langen Text liest. ich bin im Moment ziemlich verzweifelt. Vor einigen Wochen war ich bei meiner Zahnärztin, da an meiner Brücke Keramik abgeplatzt war. Die Brücke sitzt auf dem 45 (wurzelbehandelt und mit Stift versehen) und 46. Seitlich daran ist ein Anhängsel für den fehlenden 44 und auch für den 47. Sie hat dann beim Abnehmen der Brücke festgestellt, dass sich unter der Brücke am 46 Karies gebildet hat, dies ging bereits bis zum Nerv. Der Nerv ist anscheinend bereits abgestorben (beim Kältetest und Bohren keinen Schmerz gespürt). Sie wollte nun zunächst dort eine Wurzelbehandlung durchführen. Nach einem Röntgenbild des Zahnes soll dieser aber nicht behandelbar sein, es sind im Gegensatz zum 45 keine Wurzelkanäle zu erkennen, der Zahn sieht eigentlich nur dunkel aus auf dem Bild. Sie hat mir jetzt das Setzen von zwei Implantaten für den 44 und 46 vorgeschlagen. Ich habe ziemliche Angst davor und fühle mich zusätzlich unter Druck gesetzt, da ich seit 2 Monaten versuche schwanger zu werden (nach einjähriger Wartezeit wg. Schilddrüsenproblemen und anschl. OP) und ich mir eine weitere Wartezeit aufgrund Implantaten nicht vorstellen kann. Sie sagte jedoch, dass ich auf keinem Fall jetzt schwanger werden sollte, da die Wurzel ja vereitern könnte und dies zu Problemen in der Schwangerschaft führen könnte. Ich bin dann beim Kiefernchirurgen gewesen. Dieser hat mir gesagt, dass man eine genaue Beurteilung, ob nun zwei oder drei Implantate nötig sind, erst nach Extraktion des 46 sagen kann. Da nach dem 46 allerdings nur noch wenig Platz für ein Implantat sei, sei es denkbar, zwei Implantate zu setzen und das hintere Implantat etwas hinter die ursprüngliche Position des 46 zusetzen, so ein teilw. Aufbiss auf dem im Oberkiefer befindlichen 7er gegeben ist. Allerdings wies er gleich darauf hin, dass im Bereich des 44 der Kiefer zu schmal ist und dort erst ein Knochenaufbau gemacht werden müsste. Um Zeit zu sparen schlägt er daher eine Extraktion des 46 und gleichzeitige Knochenentnahme aus dem Unterkieferast vor und Verpflanzung in den Bereich des 44. Er hat alles ziemlich harmlos dargestellt. Auf meinen Schwangerschaftswunsch angesprochen, meinte er, man könne ja mit der abgeplatzten Brücke auch noch eine Weile leben und die Implantate nach der Schwangerschaft machen. Wenn sich der Zahn entzünden würde, könne man ihn auch in der Schwangerschaft ziehen (???). Ansonsten bliebe ein vorübergehendes Provisorium. Falls ich mir jetzt Implantate setzten lassen würde, müsste ich meinen Schwangerschaftswunsch ungefähr 4 Monate hinausschieben. Röntgenbilder hat er bislang noch nicht gemacht. Ich grübele jetzt die ganze Zeit was ich machen soll. Ich fühle mich nicht wohl dabei, mit einem Zahn, der möglicherweise dann Probleme macht, schwanger zu werden, ob ich mit einer vorübergehenden Prothese auskomme, weiß ich auch nicht genau. Außerdem besteht dann ja die Gefahr von Knochenabbau im Bereich des 46 (wie schnell baut sich hier Knochen ab? Der 44 ist vor vier Jahren gezogen worden). Evtl. muss ich dann später an zwei Stellen Knochenaufbau machen? Andererseits habe ich wirklich Angst vor diesen dann ja zwei OPs und möglichen Komplikationen. Und außerdem natürlich, dass es dann nicht mit 4 Monaten Wartezeit getan ist. Ist die Planung des Kiefernchirugen denn so üblich? Mich macht es etwas stutzig, dass noch keine Röntgenbilder gemacht wurden. Beim nächsten Termin, den sie mit mir vereinbaren wollten, sollte gleich die Extraktion und der Knochenaufbau gemacht werden.

Viele Grüße
Sanni
Noch ein Nachsatz: es gibt natürlich ein Einzelzahnröntgenbild vom 46 (der 45 ist auch noch zu sehen). Ich meinte mit der Frage nach einem evtl. notwendigen Röntgenbild eines des gesamten Unterkiefers
Hallo Sanni, Sie schrieben:


ich hoffe, dass auch jemand diesen langen Text liest. ich bin im Moment ziemlich verzweifelt. Vor einigen Wochen war ich bei meiner Zahnärztin, da an meiner Brücke Keramik abgeplatzt war. Die Brücke sitzt auf dem 45 (wurzelbehandelt und mit Stift versehen) und 46. Seitlich daran ist ein Anhängsel für den fehlenden 44 und auch für den 47. Sie hat dann beim Abnehmen der Brücke festgestellt, dass sich unter der Brücke am 46 Karies gebildet hat, dies ging bereits bis zum Nerv. Der Nerv ist anscheinend bereits abgestorben (beim Kältetest und Bohren keinen Schmerz gespürt). Sie wollte nun zunächst dort eine Wurzelbehandlung durchführen. Nach einem Röntgenbild des Zahnes soll dieser aber nicht behandelbar sein, es sind im Gegensatz zum 45 keine Wurzelkanäle zu erkennen, der Zahn sieht eigentlich nur dunkel aus auf dem Bild. Sie hat mir jetzt das Setzen von zwei Implantaten für den 44 und 46 vorgeschlagen. Ich habe ziemliche Angst davor und fühle mich zusätzlich unter Druck gesetzt, da ich seit 2 Monaten versuche schwanger zu werden (nach einjähriger Wartezeit wg. Schilddrüsenproblemen und anschl. OP) und ich mir eine weitere Wartezeit aufgrund Implantaten nicht vorstellen kann. Sie sagte jedoch, dass ich auf keinem Fall jetzt schwanger werden sollte, da die Wurzel ja vereitern könnte und dies zu Problemen in der Schwangerschaft führen könnte. Ich bin dann beim Kiefernchirurgen gewesen. Dieser hat mir gesagt, dass man eine genaue Beurteilung, ob nun zwei oder drei Implantate nötig sind, erst nach Extraktion des 46 sagen kann. Da nach dem 46 allerdings nur noch wenig Platz für ein Implantat sei, sei es denkbar, zwei Implantate zu setzen und das hintere Implantat etwas hinter die ursprüngliche Position des 46 zusetzen, so ein teilw. Aufbiss auf dem im Oberkiefer befindlichen 7er gegeben ist. Allerdings wies er gleich darauf hin, dass im Bereich des 44 der Kiefer zu schmal ist und dort erst ein Knochenaufbau gemacht werden müsste. Um Zeit zu sparen schlägt er daher eine Extraktion des 46 und gleichzeitige Knochenentnahme aus dem Unterkieferast vor und Verpflanzung in den Bereich des 44. Er hat alles ziemlich harmlos dargestellt.
--- naja. Das hat er offenbar noch nicht am eigenen Leib durchgeführt bekommen. Das Setzen der Implantate mag ja noch relativ locker angehen (mach ich auch), aber die Knochenentnahme und Verpflanzung und Befestigung und Nähen ist nicht so ganz Klasse.


Auf meinen Schwangerschaftswunsch angesprochen, meinte er, man könne ja mit der abgeplatzten Brücke auch noch eine Weile leben und die Implantate nach der Schwangerschaft machen.
--- der Mann hat vollkommen recht.



Wenn sich der Zahn entzünden würde, könne man ihn auch in der Schwangerschaft ziehen (???).
--- sehe ich auch so. Ziehen geht immer.

Ansonsten bliebe ein vorübergehendes Provisorium. Falls ich mir jetzt Implantate setzten lassen würde, müsste ich meinen Schwangerschaftswunsch ungefähr 4 Monate hinausschieben. Röntgenbilder hat er bislang noch nicht gemacht. Ich grübele jetzt die ganze Zeit was ich machen soll. Ich fühle mich nicht wohl dabei, mit einem Zahn, der möglicherweise dann Probleme macht, schwanger zu werden, ob ich mit einer vorübergehenden Prothese auskomme, weiß ich auch nicht genau.
--- ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber ein kaputter Zahn gehört zu den absoluten Nebensächlichkeiten in einer Schwangerschaft. Bereiten Sie sich gedanklich auf gravierendere Vorkommnisse vor.


Außerdem besteht dann ja die Gefahr von Knochenabbau im Bereich des 46 (wie schnell baut sich hier Knochen ab? Der 44 ist vor vier Jahren gezogen worden). Evtl. muss ich dann später an zwei Stellen Knochenaufbau machen? Andererseits habe ich wirklich Angst vor diesen dann ja zwei OPs und möglichen Komplikationen. Und außerdem natürlich, dass es dann nicht mit 4 Monaten Wartezeit getan ist. Ist die Planung des Kiefernchirugen denn so üblich?
--- ja


Mich macht es etwas stutzig, dass noch keine Röntgenbilder gemacht wurden.
--- mit Röntgenbildern gewinnt ein Mann der Praxis nicht unbedingt wesentlich mehr Information als beim Betasten und Betrachten der Stelle.

Beim nächsten Termin, den sie mit mir vereinbaren wollten, sollte gleich die Extraktion und der Knochenaufbau gemacht werden.
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Meiner Meinung nach hat die Schwangerschaft eindeutig Vorrang vor einem Zahn/Implantat.

Viele Grüße
Hallo Herr Dr. Wagner,

Sie schrieben:
--- ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber ein kaputter Zahn gehört zu den absoluten Nebensächlichkeiten in einer Schwangerschaft. Bereiten Sie sich gedanklich auf gravierendere Vorkommnisse vor.

Meine Zahnärztin sagte mir, dass der Zahn vereitern kann und die Wahrscheinlichkeit, dass dies in der Schwangerschaft geschieht relativ hoch sei (da das Immunsystem dann oft geschwächt sei) und dies natürlich nicht gut sei. Ich könnte quasi von einem Tag zum anderen mit einer "dicken Backe" rumlaufen. Und dann müsste Antibiotika gegeben werden, was nicht unbedingt in der Schwangerschaft erfolgen sollte. Dies hat mich sehr verunsichert und dies meinte ich mit Problemen in der Schwangerschaft. Das der Zahn an sich kaputt ist und irgendwann ersetzt werden muss, damit kann ich natürlich leben.

Viele Grüße
Sanni
Hallo Sanni,

und dann wird der Zahn eben kurzerhand in der Schwangerschaft gezogen. Mit Lokalanästhesie natürlich. Das ist nicht der erste solche Fall und gehört für jeden Zahnarzt eigentlich zum normalen Geschäft. Ich sehe das als relativ kleines Problem. Jede Infektion mit einem Grippevirus oder auch "nur" eine Migräneattacke, für die Sie dann doch Schmerzmittel nehmen müssen, hinterläßt deutlichere Spuren.

viele Grüße
Forum -> Angst vor einer bestimmten Behandlung








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